„Stoßwellentherapie – Aktuelles aus der Schmerzmedizin“

 

Am 3. Februar 2017 hielt Dr. Gilbert Hainzl aus Maria Rain (Therapie Zentrum Kärnten) einen interessanten Vortrag zur Stoßwellentherapie im Einsatz  in der Schmerzmedizin. Bekannt ist diese Art der Therapie schon seit ca. 1980, wo sie zur Zertrümmerung von Nierensteinen eingesetzt wurde.

Zu Beginn erklärte Dr. Hainzl die Wirkung der Stoßwellen als energiereiche, hörbare Schallwellen. Vorzustellen als Druckwellen, ähnlich dem Ultraschall, werden zwei Arten der Stoßwellen  medizinisch verwendet: Die radiale und die fokussierte Stoßwelle.  Während die radiale Stoßwelle ähnlich einer Massage, aber meist mechanisch, fühlbar ist, wirkt die fokussierte Stoßwelle mehr in die Tiefe. Weiters erklärte der Referent, dass die Hauptwirkung der Stoßwellentherapie unter anderem in der Schmerzlinderung, vermehrter Gefäßbildung, verbesserter Beweglichkeit sowie in der Entzündungshemmung liegt. Besonders interessiert verfolgten die Zuhörer die Darstellung der Anwendungsgebiete. Diese reichen von der orthopädischen (Knie, Ellenbogen, Achillessehne, Nacken, Schulter, Rücken) über die sportmedizinische (Faszientherapie, Triggerpunktbehandlung, Fersenschmerzen/Fersensporn) und ästhetische (Cellulite, Muskel-, Bindegewebsschwäche,..) bis hin zur urologischen Anwendung.   Besonders positiv ist anzumerken, dass es kaum zu Nebenwirkungen kommt. Wichtig ist aber immer: Zuerst die Ursache der Schmerzen erforschen, und dann erst zur Behandlung ansetzen. Gute Erfahrungen gibt es bei Verspannungen und Verkrampfungen. Dr. Hainzl: „Viele Schmerzen haben ihre Ursachen in Stress, Angst, Wut, Muskelüberlastung, Traumen nach Knochenbrüchen und vieles mehr:“ Viele BesucherInnen machten regen Gebrauch von der angebotenen Möglichkeit, ein Stoßwellengerät praktisch zu testen. Assistiert wurde Dr. Hainzl dabei von seiner Assistentin Katrin Pöck. Ebenso begehrt waren die persönlichen Gespräche mit dem Spezialisten in der Stoßwellentherapie. Für alle Anwesenden ein äußerst informativer und spannender Abend! Ein herzliches Dankeschön an Dr. Gilbert Hainzl, er hat uns mit dem Vortrag unterstützt, das heißt, es fielen für den Kneippverein keine Kosten an. Danke!