Traum-Schifffahrt ins neue Jahr mit der MS Primadonna auf der Donau

 

1156km mit dem Flusskatamaran  unterwegs auf der Donau:  Frühstück bei Sonnenaufgang, Kaffeezeit bei Sonnenuntergang, dazwischen Stadtführungen, Rundfahrten, ein abwechslungsreiches Abendprogramm, und Kulinarisches vom Feinsten...

Ein unvergessliches Erlebnis wird den St. Andräer Kneippern die Donau-Silvesterschifffahrt von 2016 ins Neue Jahr  bleiben. Die Anreise bequem mit dem Bus nach Passau, der erste positive Eindruck über das Quartier für die folgenden acht Tage: Die MS Primadonna der Donau-Touristik, sie fährt unter österreichischer Flagge. Begeistert war die Gruppe von der hellen, gemütlichen Atmosphäre am Schiff, mit nur 80 Kabinen überschaubar, so  fühlte man sich gleich heimisch. Der  erste Landausflug galt dem Stift der Augustiner Chorherren in Klosterneuburg, mit bedeutenden Schätzen des Mittelalters, bekannt vor allem durch den Verduner Altar und der österreichischen Krone, dem „Herzogshut“. Und, kaum zu glauben, neben Stiefmütterchen blühten im Stiftshof Narzissen, am 29. Dezember bei klirrender Kälte. In der Abenddämmerung führte die Schifffahrt vorbei am  nächtlich beleuchteten Wien, mit dem prägnanten  Donauturm, der UNO-City, und weiter nach Bratislava, nur ca. 50km entfernt von Wien. Schon von weitem sichtbar zeigte sich die Pressburg, strahlend weiß thronend über der Stadt, sowie der Turm des Martinsdomes mit der goldenen Stephanskrone auf der Spitze. Im Martinsdom wurden seinerzeit die ungarischen Könige bis Maria Theresia gekrönt. Beeindruckt von der Hauptstadt der Slowakei zeigte sich die Gruppe bei der Stadtführung zu Fuß und mit dem Bummelzug. Bewundert wurden die wunderschönen historischen Gebäude wie das Alte Rathaus, das barocke Michaelertor mit dem schmalsten Haus Europas (1,30m breit) daneben, der Primatialpalast, das Slowakische Nationaltheater und vieles mehr.

Jahreswechsel in Budapest.

Den Silvestertag verbrachten die Kneipper in Budapest zunächst bei einer interessanten Stadtrundfahrt. Immer wieder aufs Neue fasziniert die Fischerbastei mit der Matthiaskirche, der wunderschönen Aussicht über die Stadt mit ihren neun Brücken, das bunte Flair der Touristen  an Ungarns beliebtem Ausflugsziel. Ein Bummel durch die Hauptstadt Ungarns zeigte, wie die Ungarn den Jahreswechsel feiern: Bunt und laut, um alles Böse zu verscheuchen. Es blieb Zeit zum Flanieren durch die Fußgängerzone, der ältesten Handelsstraße der Stadt, parallel zur Donau verlaufend, und schließlich das festliche Programm am Schiff. Vor Anker gelegen mit direktem Blick auf die Freiheitsstatue am Gellertberg, genoss die Gruppe ein  vorzügliches Silvester-Dinner am Schiff, mit anschließendem Silvesterball, ehe die Crew die Gäste um Mitternacht auf das Freideck lud, um das Neue Jahr bei Sekt und einem Brillantfeuerwerk zu begrüßen. Sogar ein Rauchfangkehrer fand sich ein, um Glücksbringer zu verteilen. Um 1 Uhr schließlich hieß es „Leinen los“ zur märchenhaften Fahrt durch das nächtliche Budapest, Krönung des Lichtermeeres das einmalig wunderschön beleuchtete Parlament mit seinen 365 Türmchen, beeindruckend auch  durch seine 268m Länge, und damit zu einem der größten Gebäude der Welt zählend.      

Esztergom, die ehemalige Hauptstadt Ungarns

Der Neujahrstag war klirrend kalt, aber der geführte Spaziergang in Esztergom unglaublich schön. Raureif , strahlendblauer Himmel, der grandiose Dom  bzw. die „Kathedrale Maria Himmelfahrt und Adalbert“ , zugleich Sitz des Erzbischofs. Am Nachmittag eine erholsame Fahrt auf der Donau zurück Richtung Wien. In Wien erwartete die Kneipper eine interessante Stadtrundfahrt mit Stopp beim Hundertwasserhaus und dem Schloss Belvedere, sowie am Abend ein Besuch in der Wiener Volksoper. Überraschend unterhaltsam entpuppte sich hier die „Kino-Operette“ mit dem Titel „Axel an der Himmelstür“. Auf der Fahrt weiter nach Linz erwartete die Schiffsgäste als Überraschung ein Katholischer Gottesdienst, und schließlich in Linz in der Stadtpfarrkirche ein Konzert auf einer Bruckner Orgel sowie der  Besuch des Schlossmuseum Linz. Erheiterndes fand man im Museum: In der Marchtrenker Wiege (datiert mit 1702) wurden angeblich zänkische Eheleute  wie Fatschenkinder gewickelt und so lange öffentlich gewiegt, bis sie sich wieder vertrugen.. . Vom Restaurant im Schlossmuseum genoss die Gruppe bei Sonnenuntergang den atemberaubenden Blick über Linz mit seinen Kirchtürmen, sowie den idyllischen Spaziergang durch die inzwischen abendlich beleuchtete Stadt, weiter über die Nibelungenbrücke, vorbei an der bunt die Farben wechselnden Ars Electronica, die Schuhe knirschend im Schnee ein Stück entlang der Donau, zurück auf die MS Primadonna. Als Abschluss noch ein Konzert von hohem Niveau mit einem Ensemble des Brucknerhauses.  In der Nacht noch ging die Fahrt schließlich zurück nach Passau, das sich bei starkem Schneefall tief winterlich präsentierte. Der Abschied fiel schwer, denn die  Gäste wurden rund um die Uhr verwöhnt. Angefangen von Kapitän Bobokovic und 2. Kapitän Pascu Sorniel-Ion, zusammen brachten die Beiden die MS Primadonna, trotz schwierigster Bedingungen wegen des Niedrigwassers der Donau, sicher an den Ausgangshafen zurück. Beide waren oft unter den Reisenden, um Fragen zu beantworten, interessant für die Passagiere auch die Führung auf der Brücke. Weiter über Andrea Becvarova (Hotel- Managerin), immer um einen klaglosen Ablauf des „Schiff-Lebens“ bemüht, sowie an der Rezeption Viera Kuglerova, unterstützt von Judith, die Restaurant-und  die Küchen-Crew mit hervorragendem Essen, die Matrosen, der Bordmusiker, alle immer mit einem Lächeln zum Helfen bereit. Verständlicher Wunsch der Reisenden: Eine weitere Schifffahrt mit der MS Primadonna im Sommer 2018, vielleicht bis zum Eisernen Tor oder zum Schwarzem Meer… Bilder unter sanktandrae.kneippbund.at.

 

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